Weinlexikon D

Degorgieren
Beim Flaschengärverfahren für Sekt wird nach der Reifung die abgestorbene Hefe entfernt. Dazu wird der Flaschenhals cirka 40 Sekunden in ein Eisbad getaucht; die Hefe, die sich durch die Lagerung der Flaschen in Rüttelpulten im Flaschenhals angesammelt hat, vereist zu einem Propfen. Danach wird der Kronkorken gelöst und der Eisklumpen schießt aufgrund des Überdrucks in der Flasche heraus. Dieser Vorgang heißt degorgieren.

 

Degustation
Eine Degustation ist eine Weinprobe , bei der die Weine nach objektiven Gesichtspunkten beurteilt werden und dann für einzelne Werte Punkte erhalten. Dabei kommt es natürlich voll auf den Prüfer an, er muß sehr gut geschult sein, über langjährige Erfahrung in der Weindegustation verfügen und ein gutes Erinnerungsvermögen besitzen, um die Weine eindeutig definieren und benennen zu können.

 

Dekantieren
Weine, die noch nicht lange gelagert haben, schmecken beim Probieren oft grasig oder bitter, vor allem bei jungen, schweren Rotweinen. Dagegen hilt dekantieren, d.h. der Wein wird in eine Dekantierkaraffe gefüllt. Diese ist sehr bauchig, um eine große Oberfläche zu erhalten, um dem Wein möglichst viel Sauerstoff aufnehmen zu lassen. Die einsetzenden Oxidationsvorgänge entfalten Körper und Bouquet des Weines.

 

Depot
Setzen sich am Boden des Lagergefäßes Inhaltsstoffe ab, so spricht man vom Depot. Beim Jungwein kann das Hefe, Fruchtfleisch etc. sein, bei Weinen auf der Flasche z.B. Weinstein. Obwohl das Depot etwas natürliches auf dem Weg der Reifung ist, ist man durch Filtration bemüht, dies von Anfang an zu vermeiden.