Weinlexikon F

Farbe
Ausgangspunkt für die Entstehung der Farbe des Weines ist die Beerenschale. Hier sitzen vor allem bei roten Sorten die blauen Farbpigmente, Anthocyane ( Polyphenole ) genannt. Bei weißen Sorten enthalten die Schalen Flavone. Durch verschiedene Wege des Ausbaus wird der Farbstoff ausgelaugt und geht in den Wein über, z.B. bei der traditionellen Maischegärung, bei der die Schalen intensiv Kontakt mit dem umgebenden alkoholhaltigen Most haben.

 

Faß
Zur Lagerung und Reifung der Weine gibt es verschiedene Materialien, aus denen Weintanks oder Fäßer gemacht sind, früher war das natürlich das Holz. Zur Lagerung verwendet man heute überwiegend Edelstahltanks, zwischenzeitlich wurde auch noch Kunststoff oder Beton verwendet, was allerdings nicht die gewünschten Ergebnisse brachte, da Reinigung und Hygiene nicht so gut möglich sind wie bei Edelstahl. Holz als Material hat in letzter Zeit wieder verstärkt Anerkennung gefunden.

 

Filtration
Während der Lagerung und vor der Abfüllung wird der Wein filtriert, um die Ausfällung einzelner Inhaltsstoffe und die Depotbildung zu verhindern. Bei der EK- Filtration vor der Abfüllung werden die Weine so filtriert, dass außer den gewünschten Inhaltsstoffen nichts mehr im Wein ist, besonderes Augenmerk des Kellermeisters gilt hier den Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien. Somit kann ein Nachgären auf der Flasche vermieden werden. Zur Filtration kommen die unterschiedlichsten Geräte zum Einsatz, wie z.B. Schichtenfilter, Cross-Flow Filter oder Kieselgurfilter.

 

Flaschengärung
Als Flaschengärung bezeichnet man eine Methode zur Sektherstellung, bei der die zweite Gärung des Weines in der Flasche stattfindet. Danach wird die Flasche in Rüttelpulten gelagert und kontinuerlich gedreht, somit sammlen sich die abgestorbenen Hefen nach der Gärung und während der Reifung im Flaschenhals an und können degorgiert werden.

 

Flotation
Ein neues, den Most schonendes Verfahren zur Mostvorklärung, bei dem der Most nach dem Pressen in einem Druckbehälter mit Sauerstoff versetzt wird. Aufgrund des Druckes bleibt der Sauerstoff gelöst, geht der Druck dann auf Normalniveau, gast der Sauerstoff schlagartig aus, was eine Bläschenbildung zur Folge hat. An diese Blasen lagern sich dann die Trubstoffe des Mostes an und schweben mit den Blasen im Tank nach oben. Der blanke Wein kann dann am Klarablauf abgezogen werden, während der Trub eine kompakte Schicht bildet, die über dem klaren Wein schwimmt.