Weinlexikon P

Pfropfen
Da die meisten europäischen Wurzeln anfällig gegenüber der Reblaus sind, amerikanische dagegen resistent, werden europäische Reben in der Regel auf amerikanische Unterlagen gepfropft. So hat man die Vorteile beide Rebarten miteinander vereint.

 

Phenol
Phenol ist eine Gruppe chemischer Verbindungen, die vor allem in den Stielen, Kernen und Schalen roter Trauben konzentriert sind. Zu dieser Stoffgruppe gehören die Tannine und die meisten Aromen, die den Duft und den Geschmack eines Weines ausmachen. Bei der Maischegärung gelangen üblicherweise mehr Tannine in den Wein als bei einer Kurzzeithocherhitzung, weshalb maischevergorene Weine in der Regel rauchiger und bissiger schmecken und dementsprechend dekantiert werden sollten.

 

Prädikat
siehe Qualitätswein mit Prädikat

 

Presse
Die Presse ist eines der wichtigsten und ältesten Geräte zur Saftherstellung, daher wird schon seit langem an dieser Maschine geforscht und weiterentwickelt, so daß mittlerweile für alle nur denkbaren Weinarten und Anforderungen spezielle Pressen zur Verfügung stehen oder innerhalb einer Presse verschiedene Pressprogramme abrufbar sind. Das Pressen ist  ein Verfahren zur Trennung von festen Bestandteilen und Saft des Lesegutes. Früher verwendete man dazu Korbpressen, das waren Zylinder aus Holz, in denen die Trauben zusammengepresst wurden; auch heute gibt es noch oft moderne Nachfahren dieser Pressen. Bei uns ist eine Tankpresse im Einsatz, die ein Fassungsvermögen von 10.000 Litern hat. Durch ein zentrales Befüllrohr gelangt die Maische in den Pressraum, wo sie dann mittels eines Presstuches pneumatisch "zusammengedrückt" wird, der Saft fließt dann durch die Saftablaufkanäle in die Saftwanne.
Moderne Pressen arbeiten mit einem Pressprogramm, d.h. der Pressvorgang erfolgt in verschiedenen Stufen, bei denen sich z.B. der Druck und Ablaufzeit erhöht.