Weinlexikon R

Reblaus
1863 wurde die Reblaus versehentlich nach Frankreich exportiert, was für die europäischen und vor allem die französischen Reben katastrophale Folgen hatte, diese wurden nämlich weitgehend vernichtet. Befällt das Insekt einen Weinstock, werden die Wurzeln geschädigt und die Rebe abgetötet. 1880 wurde das einzige Gegenmittel entdeckt: das Pfropfen amerikanischer Wurzeln mit europäischen Reben. Seidem gibt es nur noch sehr wenige wurzelechte Reben in Europa.

 

Reinzuchthefe
Reinzuchthefe wurde für spezielle Anforderungen im Labor selektioniert und vermehrt, so daß man für jeden Weintyp die optimale Hefe verwenden kann; so gibt es z.B. Hefe speziell für Burgundersorten oder für die 2. Gärung bei der Sektherstellung.

 

Restsüße
Gesamtmenge an unvergorenem Zucker im Wein, angegeben in Gramm pro Liter. In Deutschland gelten folgende Kategorien:
0 - 9 g/l        trocken
9 - 18 g/l      halbtrocken
über 18 g/l    lieblich
Bei Sekt ist die Einteilung bezüglich der Bezeichnungen und Abstufungen etwas verändert.
Die Einstellung des Restsüße - Gehaltes erfolgt entweder durch einen kontrollierten Gärstopp, nachdem die gewünschte Restsüße erreicht ist, oder bei ganz durchgegorenen Weinen durch die Zugabe von Süßreserve .

 

Rosé

Roséweine werden aus roten Trauben hergestellt, die schnell abgepresst werden, damit keine Farbe in den Most übergehen kann. So entstehen farbschwache zartrot gefärbte Weine, die vom Charakter her eher  Weißweinen zuzuordnen sind, obwohl sie oft das sortentypische Aroma der roten Trauben aufweisen.

 

Rütteln
Vorgang bei der Sektherstellung im Flaschengärverfahren . In speziellen Rüttelpulten werden die Flaschen zur Reifung kopfüber gelagert. Durch regelmäßiges  Drehen und Rütteln wird die Hefe
langsam in den Flaschenhals befördert. Traditionell geschieht dies per Hand, heutzutage aber auch oft maschinell.